Die Abläufe sind dokumentiert. Audits finden termingerecht statt. Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen (CAPA) werden innerhalb der vorgegebenen Fristen abgeschlossen. Beschwerden werden untersucht und geklärt. Die Dokumente sind genehmigt und auf dem neuesten Stand.
Und dennoch treten immer wieder dieselben Qualitätsprobleme auf. Korrekturmaßnahmen werden fristgerecht abgeschlossen, ohne dass sich die zugrunde liegende Situation ändert. Audit-Befunde tauchen unter einer leicht abweichenden Einstufung erneut auf. Probleme bei Lieferanten führen zu Auswirkungen auf die Produktion, die das Qualitätssystem nicht vorhergesehen hat.
Hier geht es nicht um ein Problem mit der Leistung des Teams. Es handelt sich um ein Problem der Führungsstruktur.
Das Qualitätsmanagementsystem dient der Steuerung von Qualitätsereignissen. Es regelt jedoch nicht die Qualität als zusammenhängendes betriebliches System. Und in einem Umfeld, in dem die regulatorischen Anforderungen immer komplexer werden, die Lieferketten stärker verteilt sind und informelle Ausgleichsmechanismen aufgrund des betrieblichen Umfangs an Zuverlässigkeit verlieren, wird der Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen zum entscheidenden Faktor dafür, ob sich Qualitätsverbesserungen im Laufe der Zeit tatsächlich kumulieren.
Dieser Leitfaden stellt die Qualitätsumsetzungslücke vor, erläutert, wo sie entsteht, und beschreibt, welche strukturellen Voraussetzungen erforderlich sind, um sie zu schließen.
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